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Windkraft in Brandenburg

Mit einer installierten Leistung von 3.968 MWel Ende 2009 ist Brandenburg das Binnenland Nr. 1 in Deutschland in Bezug auf die Erzeugung von Windenergie. Nur im Küstenland Niedersachsen ist die installierte Leistung höher. Allein im ersten Halbjahr 2009 wurden in Brandenburg 105 neue Windkraftanlagen mit eine Leistung von fast 200 MW errichtet (Quelle: BWE). Es ist damit das Bundesland mit dem stärksten Wachstum bei der Windenergienutzung.

 

Gesamte Installierte Leistung, Stand 30.06.2009 Quelle: DEWI GmbH
Bundesland MW
Nordrhein/Westfalen 2.706,46
Niedersachsen 6.209,59
Brandenburg 3.968,81
Sachsen-Anhalt 3.152,56
Schleswig-Holstein 2.775,51

 

16,1 % des gesamten in Deutschland produzierten Windstroms kommen aus Brandenburg. Nur Niedersachsen bringt mit 25,1 % noch mehr Strom aus Windkraftanlagen ein. Brandenburg kann damit 36,26 % seines Nettostromverbrauchs aus Windenergie decken. (Alle Daten: Deutsches Windenergie-Institut)

 

 

Mit dem starken Ausbau der Windkraftanlagen in Brandenburg sind Herausforderungen für den Betrieb des Stromnetzes verbunden. Das Verteilungsnetz ist nicht auf die Einspeisung so großer, unregelmäßig auftretender Strommengen ausgelegt. Aufgrund des starken Ausbaus der Windkraftkapazitäten kommt es daher zu Engpässen bei der Einspeisung. Die Investitionsbedingungen für neue Windparks verschlechtern sich, da die Gefahr besteht, dass Anlagen vom Netz genommen werden müssen und Einnahmeausfälle entstehen. Das Netzsicherheitsmanagement (NSM), das in den letzten Jahren eingeführt wurde, hat zu Verbesserungen bei der Auslastungs­steuerung geführt. Gleichwohl kann das NSM nur eine Übergangslösung bis zum weiteren Netzausbau sein.

Ein weiterer wesentlicher limitierender Faktor ist die Flächenverfügbarkeit. Im Rahmen der Regionalplanung wurden Windeignungsgebiete ausgewiesen, außerhalb derer keine Anlagen gebaut werden dürfen. Von den 200 brandenburgischen Windeignungsgebieten sind 33 vollständig, 124 teilweise und nur 43 noch nicht ausgelastet. Zudem ist die mangelnde Akzeptanz der Bevölkerung für neue Windkraftanlagen ein Grund dafür, dass Genehmigungsverfahren aufwändiger werden und länger dauern, eventuell sogar scheitern.

Branche auf Wachstumskurs

Trotz der genannten Schwierigkeiten ist die Windenergie eine Branche mit Zukunt, die Arbeitsplätze schafft. Allein bei dem Anlagenhersteller Vestas in Lauchhammer entstanden in den letzen Jahren 450 Arbeitsplätze. Bei dem Windkraftbetreiber und Energieanbieter Enertrag AG mit Sitz in Nechlin bei Prenzlau in der Uckermark arbeiten über 250 Mitarbeiter an Windkraftprojekten in ganz Europa. In dem Werk der Repower AG in Trampe, Barnim, arbeiten ca. 150 Beschäftigte für die Wartung und Montage von Windenergieanlagen des Unternehmens. Hinzu kommen zahlreiche qualifizierte Jobs in Planungsbüros, Serviceunternehmen und Baufirmen.

Quelle: BWE